Zum Hauptinhalt springen

Schlagwort: honorarbasierte Finanzberatung

Was sich verändert. Was bleibt.

Was sich verändert. Was bleibt.

Im letzten Beitrag habe ich beschrieben, warum ich gehe. Heute schreibe ich darüber, was sich konkret verändert und was bleibt.

Die Veränderungen sind strukturell und greifen tief in die Art, wie ich Mandanten begleite. Drei klare Wechsel auf der einen Seite, eine neue Logik der Vergütung und der Service-Ausrichtung auf der anderen. Was bleibt, ist mein Fundament. 15 Jahre Kapitalmarkterfahrung, klare Meinung auch wenn sie weh tut, und der Anspruch, ganzheitlich zu beraten.

Was sich aus all dem für dich ergibt, erfährst du in den nächsten Minuten.

Was sich strukturell verändert

Drei klare Wechsel.

Aus dem Versicherungsvertreter wird ein Versicherungsmakler. Das ist mehr als ein neuer Begriff. Als Vertreter bist du an die Gesellschaft gebunden, deren Produkte du verkaufst. In meiner alten Welt war ich den Einschränkungen unterworfen, die betrieblich vorgegeben waren. Als Makler arbeite ich heute im Auftrag meiner Mandanten. Wem ich verpflichtet bin, ist juristisch eindeutig geklärt: dem Mandanten, nicht der Gesellschaft.

Aus der Provisionseinnahme wird ein überwiegendes Honorar-Modell. Wo immer ein Honorar Mandanten nicht teurer kommt als die Provision, verzichte ich auf die Provision. Im Bereich Investment und Altersvorsorge sind das vier- bis fünfstellige Ersparnisse über die Laufzeit einer Kundenbeziehung. Die Logik dahinter habe ich im letzten Beitrag ausgeführt. Für diesen Beitrag noch einmal kurz zusammengefasst: Honorar, wo immer es sinnvoll ist. Provisionen, wo immer sie nötig sind.

Aus der Abschluss-Ausrichtung wird eine Service-Ausrichtung. Das klingt nach einer Marketing-Phrase, ist aber operativ konkret. In der Tagesarbeit heißt das nicht mehr „Nächster Termin, neuer Vertrag“, sondern „Nächster Termin, was braucht der Mandant gerade?“. Der Unterschied ist, wer den Takt vorgibt. In der alten Welt war es die nächste Neukundengewinnung oder die nächste Erhöhung beim Kunden. Zeit für einen Mandanten ohne Umsatzchance war kaum sinnvoll einplanbar. In der neuen Welt ist es die Mandantensituation.

Wie das Versprechen jetzt strukturell trägt

Service zu versprechen ist einfach. Service zu liefern braucht Strukturen. Drei Säulen tragen das, was ich Mandanten zusage.

1:1-Betreuung als Standard. Keine Videokurse als Ersatz für persönliche Termine. Persönlich heißt persönlich.

Vollmandats-Begrenzung als Kapazitäts-Schutz. Mehr dazu in einem eigenen Beitrag. Kurz zusammengefasst, aber schon hier: Wer eine bestimmte Anzahl Mandanten überschreitet, kann nicht mehr für jeden einzelnen wirklich da sein. Diese Grenze halte ich bewusst.

Zeitgemäße technologische Infrastruktur als Befähiger der Persönlichkeit. Hier wird es konkret mit vier echte Highlights:

Erstens: KI-gestützte Routineabläufe für Vertragsüberreichung, Angebotsstellung und die Bearbeitung von Bestandsanliegen. Was früher Tage gedauert hat, geht jetzt in Stunden, manche Aufgaben in Minuten oder Bruchteilen davon.

Zweitens: 24-Stunden-Antwortgarantie für Mandanten im Service-Programm, im Idealfall 48-Stunden-Erledigungsgarantie. Zentral organisiert über moderne Kommunikationswege, die diese Schnelligkeit erst ermöglichen.

Drittens: Automatische Dokumentation und Zusammenfassung von Beratungsgesprächen. Mandanten bekommen innerhalb weniger Minuten ein vollständiges Protokoll. Früher waren es bis zu 1,5 Stunden Nacharbeit pro Termin.

Viertens: Zentrale Schnittstellen zu den Versicherungsgesellschaften. Schreiben, die Versicherungen an Mandanten schicken, liegen bei mir, in der Regel, in Echtzeit vor, bevor der Brief im Briefkasten landet. Konkret heißt das: „In den nächsten Tagen kommt ein Schreiben zur Beitragsanhebung. Wir haben es uns angesehen. Hier ist die alternative Variante oder Empfehlung.“ Aktive Betreuung statt Reaktion. Diese Schnittstellen existierten in der alten Welt zwar technisch, waren aber nicht freigeschaltet, weil aktive Betreuung nicht im Fokus stand.

All dies wird ergänzt durch ein volldigitales Terminbuchungstool und eine intuitive Kunden-App.

Diese Möglichkeiten sparen Routine-Arbeiten, die früher Personal beschäftigt haben. Mitarbeiter können heute für Aufgaben eingesetzt werden, die wirklichen Mehrwert liefern und Spaß machen. Mandanten bekommen schnellere Prozesse, Beratung und Betreuung wird tiefer und persönlicher. Es ist völlig unzeitgemäß, heute noch bei einer Versicherungsgesellschaft den Versicherungsstand telefonisch abzufragen.

Welchen Vorteil eine zeitgemäße Kommunikation hat, lässt sich am Beispiel des Liberation Day vom 3. April 2025 einordnen. Damals habe ich in Eigenregie 4,5 Stunden gebraucht, um meine Mandanten vor Börsenöffnung in Deutschland mit einer fachlichen Einordnung zu erreichen. Die Unsicherheit an den Märkten war abzusehen, folglich war sie auch für Kunden bereits beim Frühstück Thema. Es war mehr dem Glück und Zufall geschuldet, dass ich über 200 Kunden noch zeitlich passend vor Börsenöffnung mit einer Nachricht und Beruhigung erreichen konnte. Heute wäre die gleiche Aktion in einem Bruchteil der Zeit erledigt. Mehr dazu in einem späteren Beitrag.

Es ist klar, dass man 1.000 bis 1.500 Kunden nicht an 220 Arbeitstagen zeitgemäß und kundenwunschgemäß beraten kann. Die Mathematik ist hier einfach und eindeutig. Die Nähe zum Mandanten, die sich selbige nachweislich mehrfach pro Jahr wünschen, ist mit dieser Verteilung nicht darstellbar. Das ist kein Vorwurf, sondern eine Faktenbeschreibung. Es liegt nicht am Wollen, es liegt am Können und am System.

Was bleibt

Drei Konstanten meines Fundaments.

15 Jahre Kapitalmarkterfahrung. Ich beschäftige mich tief mit den Themen, die ich berate. Ich argumentiere nicht aus dem Bauch, ich argumentiere aus Wissen. Daraus folgt eine Beobachtung, die ich Mandanten regelmäßig klar mache:

„Ein Selbstverwalter weiß nie, was er nicht weiß.“

Wer in Eigenregie investiert, glaubt oft alles zu überblicken. Tatsächlich fehlt meist das, was die Differenz macht. Aktive Begleitung schafft Mehrwert über passive Selbstverwaltung. Das lässt sich belegen.

Klare Meinung, auch wenn sie weh tut. Ich bin schon mit Mandanten aneinandergeeckt, weil ich Dinge ehrlich beim Namen nenne. Zwei Beispiele, beide aus dem Bereich Immobilien.

Ein Mandant hat sich seine Immobilienfinanzierung anders aufgesetzt, als ich empfohlen habe. Ich habe ihm klar gesagt, dass die Konstruktion nicht funktionieren wird. Er hat es trotzdem so gemacht. Heute hat er das Projekt mit Verlust beendet. Ich war damals nicht mehr im Mandat.

Andere Mandanten kamen erst spät zu mir mit ihrem Hauskauf, weil mein Service in der alten Welt nicht früh genug greifbar war. Sie wollten ihr Depot leerräumen, um die Finanzierung zu stemmen. Ich habe sofort die Bremse gezogen, mehrere kurzfristige Beratungstermine angesetzt, ein konservativeres Modell vorgeschlagen. Eine fünfstellige Summe blieb als Sicherheit, statt ins Projekt zu fließen. Sechs Monate später fiel eine von zwei Einkommensquellen der Familie krankheitsbedingt aus, eine biometrische Absicherung war wegen Vorerkrankungen nicht mehr möglich. Die Cash-Reserve hat die Familie auch in schwierigen Zeiten zumindest finanziell ruhig dastehen lassen.

Diese klare, harte Meinung wird nicht immer optimal kommuniziert. Das ist noch immer eine zu bearbeitende Schwäche. Im Zweifel aber ehrlicher als nicht mitdenkend oder gar das Gegenteil.

Ganzheitlicher Ansatz. Daher arbeite ich bewusst als Makler und nicht als registrierter Honorar-Finanzanlagenberater oder Versicherungsberater. Wer beide Welten, also Anlage und Versicherung, vollständig auf Honorarbasis abdecken will, dürfte keine Provision mehr entgegennehmen. Das ist bei kleineren Sachversicherungen mit minimalen Beträgen nicht praktikabel und würde Mandanten teurer kommen als der bisherige Weg. Genau diese Konstellation will ich nicht. Mein Anspruch ist, alle Finanz-Themen aus einer Hand abzudecken. Das geht nur in der Maklerschaft mit hybridem Vergütungsmodell.

Wofür ich jetzt Zeit habe

Mit weniger Druck zum Neukunden-Geschäft, zu mehr Tiefe in der Mandantenbetreuung. Das ist die wichtigste Veränderung, weil sie alle anderen erst tragfähig macht.

Wer mich kennt, wer mir wieder über den Weg läuft, wer von sich aus Kontakt aufnimmt: Wir finden zusammen, wenn es passt und die Zusammenarbeit für beide Seiten Sinn ergibt.

Anspruch und Wirklichkeit zusammenzubringen, wie s im letzten Beitrag mein Leitsatz war, ist nur möglich, wenn die Kapazität dafür da ist. Genau die habe ich jetzt.


Wenn du regelmäßig von mir hören willst, abonniere meinen Newsletter. Fachliche und persönliche Inhalte, Kommentare zu aktuellem Geschehen. Regelmäßig, ohne „Monopoly Wochen“.

Wenn dich das, was du gelesen hast, zum Nachdenken bringt oder du eine Zusammenarbeit prüfen möchtest, buch dir dein kostenfreies Erstgespräch zum unverbindlichen Austausch. Ich freue mich, dich kennenzulernen oder wiederzusehen.

Weiterlesen

Anspruch und Wirklichkeit zusammenbringen.

Anspruch und Wirklichkeit zusammenbringen.

Heute, am 1. Mai, beginnt für mich ein neuer Abschnitt. Vor neun Monaten habe ich den ersten Schritt dafür gemacht. Was du in den nächsten Minuten liest, ist die Geschichte, wie ich dahin gekommen bin, was sich ändert, was bleibt und was das mit dir zu tun hat.

Was nicht mehr passt

Mein Berufsweg war in den letzten 15 Jahren auf einem Vergütungsmodell aufgebaut, das auf Provisionen beruhte. Diese Tatsache hat Konsequenzen, die nichts mit einzelnen Personen zu tun haben. Sie sind strukturell.

Wer in einem solchen Modell Mandanten betreut, ohne ständig neu zu verkaufen, verdient kein Geld. Wer ständig neu verkauft, baut sich einen Kundenstamm auf, den er über kurz oder lang nicht mehr vollends betreuen kann. Dies ist eine Spirale, in der man sich entweder immer wieder zum Neugeschäft bekennt oder den eigenen Serviceanspruch in den Mittelpunkt stellt.

Bei mir wird es in Zukunft die zweite Variante sein. Im alten System konnte ich das nicht halten. Ich habe viel gearbeitet, aber mein eigenes Serviceversprechen blieb auf der Strecke. Ein systemisches Problem, kein persönliches.

Diese Diagnose ist keine Abrechnung. Sie ist die Grundlage dafür, dass ich heute einen anderen Weg gehe.

Was sich verändert hat

Ich habe in den letzten Jahren nicht immer halten können, was ich mir vorgenommen hatte, was meinem Selbstbild entsprochen hätte. Das ist nicht aus mangelnder Absicht entstanden, sondern aus einem System heraus, in dem ich nicht darstellen konnte, was ich wollte. Anspruch und Wirklichkeit sind auseinander gedriftet.

Vor neun Monaten habe ich eine Entscheidung gefällt, ohne zu wissen, wohin sie mich führen würde. Ich habe diese Zeit genutzt, um ein stabiles Fundament aufzubauen und einen neuen Ansatz intensiv vorzubereiten. Daraus ist etwas entstanden, das aufgreift, was in dieser Branche zu oft brach liegt. Ein System für eine Kundenbeziehung, das das Verständnis für den Mandanten lebt, Betreuung und Service als festen Bestandteil begreift und Nähe als Selbstverständlichkeit pflegt.

Ich habe gelernt, was Unsicherheit bedeutet. Diese Erfahrung hat mir ein Fundament gegeben. Wer heute mit mir zusammenarbeiten möchte, trifft auf einen Berater, der das aus eigener Erfahrung kennt. Den Konflikt zwischen Anspruch und Wirklichkeit will ich nicht weiter austragen. Deshalb gehe ich jetzt einen anderen Weg.

Wie die neue Welt aussieht

Finanzberatung hat in meinem Verständnis drei eigenständige, für sich stehende Aufgaben:

1. Analyse

2. Verkauf von Produkten

3. Betreuung

Jede dieser Aufgaben braucht eine Vergütungslogik, die zu ihrem Wesen passt. Das ist der Kern dessen, was sich in meiner Arbeit jetzt strukturell ändert.

Im Bereich Investment und Altersvorsorge verzichte ich bewusst auf Provisionen. Mein Honorar berechne ich nach Aufwand und Know-how, nicht analog zur entgangenen Provision. Für Kunden bedeutet dies eine Ersparnis im vier- und fünfstelligen Bereich über die Laufzeit einer durchschnittlichen Kundenbeziehung. Es ist keine Marketing-Aussage. Es ist Mathematik.

In anderen Bereichen, etwa bei klassischen Sachversicherungen oder bei Produkten, für die es keine Honorarvariante gibt, bleibe ich in der Provisionswelt. Nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil ein Honorar in diesen Fällen nicht umsetzbar ist. Wer aber ganzheitlich beraten will, kann nicht auf Produktbereiche verzichten, nur weil die Vergütung nicht ins ideale Schema passt. Pragmatismus ist hier Teil des Anspruchs.

Mein Service-Konzept ist ein eigenes Element in diesem Modell. Es ist in der Gesamt-Konstellation und Ausarbeitung einzigartig, stellt den Mandanten wieder in den Mittelpunkt und liefert einen Mehrwert, den klassische Finanzberatung in dieser Form nicht kennt. Die Details hierzu folgen in weiteren Beiträgen, über die nächsten Wochen und Monate verteilt. Wer interessiert ist und jetzt schon mehr wissen möchte, bucht gerne einen Ersttermin bei mir.

Das Bild, das mir für die gesamte Dienstleistung vor Augen schwebt, ist das eines „Small Family Office“. Alle Finanzthemen aus einer Hand, ohne dass du klassische Mindestvoraussetzungen erfüllen musst. Wie das im Detail funktioniert, ist ebenfalls Stoff für weitere Beiträge in den nächsten Wochen.

Was das für dich bedeutet

Ich freue mich über jeden, der in Zukunft mit mir zusammenarbeiten möchte.

Wenn du mich heute zum ersten Mal liest, bekommst du mit diesem Beitrag eine ehrliche Vorstellung davon, wie ich arbeite und wofür ich stehe. Wenn dich das anspricht, freue ich mich auf ein Gespräch. Wenn du noch unsicher bist, hast du zumindest eine klare Vorstellung darüber, was meine Arbeit von anderen Dienstleistern unterscheidet.


Danke

Den beschriebenen Schritt zu gehen war nicht leicht. Entscheiden und umsetzen musste ich es selber. Es war aber nur möglich dank besonderer Menschen in meinem Leben, bei denen ich mich herzlich bedanken möchte.

In erster Linie bei meiner Frau Kira, die mich vom ersten Tag an unbeschreiblich emotional unterstützt hat. Selbst als es mir schlecht ging und ich Zweifel hatte, stand sie immer an meiner Seite und hat mich bestätigt, dass ich und damit wir in einer gleichberechtigten Partnerschaft diesen Weg gehen sollten.

Des Weiteren bei Sebastian. Nach der größten Enttäuschung der vergangenen zehn Jahre hast du mir, 48 Stunden später, Mut, einen Auftrag und eine klare Vision gegeben. Ich danke dir für deine Ehrlichkeit, den immer offenen Austausch und das stets vertrauensvolle Miteinander.

Auf Kundenseite bedanke ich mich bei Daniel und bei Lars. Ihr habt mir manchmal auf harte, aber doch meist respektvolle Art und Weise gezeigt, wo ich mich verändert habe und wann es leider nicht zum Positiven war. Ich danke euch dafür, dass ihr mir einen wesentlichen Impuls gegeben habt, dieses System für zukünftige Geschäftsbeziehungen und Mandanten zu bauen.

Und abschließend danke ich dir, Thomas. Wir haben uns sehr zeitnah getroffen, als ich die Entscheidung gefällt habe, einen neuen Weg einzuschlagen. Du hast mir einmal den Kopf gewaschen, aber danach Möglichkeiten gezeigt, wie ich vieles, was ich kritisch gesehen habe, positiv gestalten kann.


Wenn du regelmäßig von mir hören willst, abonniere meinen Newsletter. Fachliche und persönliche Inhalte, Kommentare zu aktuellem Geschehen. Regelmäßig, ohne „Monopoly Wochen“.

Wenn du jetzt neugierig und offen bist oder dir eine Zusammenarbeit vorstellen kannst, buch dir dein kostenfreies Erstgespräch zum unverbindlichen Austausch. Ich freue mich, dich kennenzulernen.

Weiterlesen